Sondeln am Strand – Tipps & Tricks

Sondeln am Strand – Tipps & Tricks

Gastbeitrag von Kai Scholz | etwas-verloren.de

Seid gegrüßt ihr Strand-Schatzsucher da draußen !

Ich wurde von den Jungs von “metalldetektor-kaufen.info ” nett gefragt, ob ich nicht Lust hätte einen Beitrag zum Thema ” Sondeln am Strand ” zu schreiben. Hier ist er also nun – mein Bericht mit hoffentlich hilfreichen Tipps und Tricks zum Thema Strandsuche. Ich bin übrigens schon seit fast 10 Jahren an der Ostsee entweder Privat als Schatzsucher oder als Auftragssucher unterwegs – da kommt so einiges an Erfahrung zusammen.

Ein großes Problem, wenn man mit dem Sondeln am Strand anfangen möchte, ist die Informationsflut. Denn im Gegensatz zum Kauf eines Handy´s kann man einen Metalldetektor nicht wirklich vorher perfekt ausprobieren um den Detektor auf Herz und Nieren zu testen. Schwer ist es oft auch einen vernünftigen Metalldetektor Test im Internet zu finden. Jeder erlebt das Laufverhalten eines Metalldetektors auf seine Art und jeder hat seine individuelle Sichtweise. Hinzu kommt natürlich, dass jeder Sucher anders sucht und zudem sucht natürlich jeder Sondengänger an einer anderen Stelle oder in einem anderen Suchgebiet mit unterschiedlichen Gegebenheiten.

Leider wird ” das ” Allroundgerät meiner Meinung nach derzeit nicht auf dem Markt angeboten. Versucht man Fakten in Schatzsucher-Foren zu finden, findet man gefühlte tausend persönliche Standpunkte – aber keine wirkliche und objektive Entscheidungshilfe. Der Strand ist nicht nur einfach Sand und Wasser, sondern ein Strand hat sehr oft auch schwierige Bereiche und schwierige Strandabschnitte ( z.B. Black-Sand, Eisen-Altlasten … ). In solch schwierigen Suchgebieten bzw. an nicht ganz einfachen Stränden liefern einige Metallsuchgeräte einfach keine guten Ergebnisse oder sie fallen sogar komplett aus und geben komplett den Geist auf. Bei einer Auftragssuche ist das natürlich fatal ! Wenn man privat auf Schatzsuche ist, dann bedeutet ein Totalausfall zum Glück nur einen verlorenen Urlaubstag – trotzdem natürlich ärgerlich.

Die Ostsee

Erfahrene Seebären behaupten die Ostsee wäre nicht zu unterschätzen – ich behaupte dasselbe für die Suche mit Metalldetektoren am Strand und im Wasser. Aus diesem Grund sollte man sich gut beraten, welchen Detektor ( z.B. im Urlaub ) man mitnehmen möchte. Die Qual der Wahl. Nach meiner Erfahrung haben Metallsuchgeräte mit einer niedrigen Frequenz eine höhere und bessere Laufgarantie am Strand – das ist aber leider kein Grundrezept und leider ist diese Faustregel meist vom Hersteller des Metalldetektors abhängig.

Wenn dann noch Nässe am Strand dazukommt ( z.B. vordere Auslaufzone der Wellen ), ist für viele Schatzsucher und Metalldetektoren Ende im Gelände ! Gerade diese Zone ist sehr interessant, weil dort viele Menschen im Sommer liegen und eine höhere Funddichte herrscht ( siehe auch unseren Bericht ” Fundwahrscheinlichkeit bei der Wassersuche / Strandsuche ” ) – theoretisch. Den vollen Strand am Tag beobachten bringt viele Erkenntnisse. Größere Spulen können ( sollen ) Abhilfe schaffen bei starker Mineralisierung, aber mit ihnen geht die Empfindlichkeit für Kleinteile verloren und zudem möchte man doch keinen Schützengraben ausheben, oder !? Zumal die meisten Fundstücke nach einem vollen Strandtag nur knapp unter der Oberfläche liegen. Aber auch hier gilt: Die Löcher immer wieder sorgsam schliessen – Merci !

Du merkst schon … die Strandsuche hat ein breites Spektrum – lass dich aber nicht entmutigen ! Es ist noch kein Sondelmeister / in von der Düne gefallen. Mein Motto: Anfangen, ausprobieren und erkennen. Mein persönlicher Tipp: Schau´nicht zu viele Video´s im Internet und trau keinem Lufttest ! Gegenstände im Boden unterliegen ganz anderen Gesetzen und je nach Aura hört sich eventuell ein Kronkorken wie eine 2Euro-Münze an ! Sprich andere Sondler am Strand an und  tausch Erfahrungen aus. Es geht nicht immer darum, wer den Größten und Teuersten hat – Fundglück kann man zum Glück nicht kaufen, sondern der Sondlergott muss einem gnädig sein. Ich selbst habe schon mit einfachen Metalldetektoren während einer Mittagspause die schönsten Goldringe gefunden.

Das richtige Werkzeug

Neben einem passenden Metallsuchgerät sollte man natürlich in einen guten Sandscoop investieren. Die Webseite der ” Aktivsucher ” ist eine gute Anlaufstelle für künftige Auftragssucher und dort erhält man auch Scoop´s in guter Qualität. Scoop´s aus Plastik sind zwar günstig, trotzdem aber dem harten Suchgang kaum. Auch die Frage nach der Anschaffung eines Pinpointers ( kleine Handsonde ) erübrigt sich nach meiner Meinung am Strand mit feinem und trockenem Sand. Sollte dann doch einmal ein Kleinteil ( z.B. ein kleiner Ohrring ) durch die Löcher des Sandscoop´s fallen, nimm einfach den Sand in die Hand und halte bzw. schwenke den Sand vor der Suchspule des Metalldetektors. Aber auch hier gilt: Handschuhe sind sehr wichtig und haben schon so manchen Unfall verhindert ! Man weiss nie was unter der Oberfläche lauert.

Nimm gefundenen Müll ( z.B. einen Flaschenhals mit Metallring ) mit und trag dazu bei das Ansehen der Sondengänger zu wahren und natürlich auch um Verletzungen zu vermeiden und zu verhindern. Auch am Strand gilt: Wer den Diskriminator zu hoch dreht dem gehen viele schöne Funde verloren ! Aber das Thema ” Diskriminator ” wurde ja vom metalldetektor-kaufen-Team ja schon genug beschrieben.

Auch der Leitwert ist manchmal ein Leid wert – denn man sollte der Leitwert-Anzeige wenig Vertrauen schenken. Ein gutes Gehör, selbst bei einem Gerät mit nur einem Ton, ist oft besser als so mancher High-Tech-Metalldetektor mit tausend unterschiedlichen Tönen. Zu viele Töne sorgen bei einem Anfänger meist unnötig für viel Verwirrung.

Halte dich an mein Motto: ” Wer sich öfters bückt, zu jenen kommt das Glück ” !

Mein Kauftipp am Ende für alle Anfänger und Einsteiger ist der Tesoro Silver yMAX. Wer ein größeres Budget hat und auf eine Leitwertanzeige nicht verzichten will, der ist auch mit einem Tesoro DeLeon gut bedient. Angemerkt: Auch andere Hersteller haben gute Metalldetektoren im Angebot ! Die alle diejenigen, welche ein kleines Budget haben aber trotzdem eine Leitwertanzeige haben möchten empfehle ich den Fisher F2 ( mit diesem Metallsuchgerät habe ich vor vielen Jahren angefangen ). Jedes neue Suchgebiet ist mir neuer Spannung übersät …

In diesem Sinne fundreiche Grüße

 

Euer Kai Scholz vom Metallsucher-Team Schleswig Holstein !

PS: Wer etwas am Ostseestrand verloren haben sollte der kann uns gerne anrufen: 0160 / 1434 110.