Sondeln Tipps | Erfolgversprechende Suchgebiete für Sondengeher & Schatzsucher

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Heute widmen wir uns mal dem Thema ” Erfolgversprechende Suchgebiete für Schatzsucher und Sondengeher “, denn besonders für Einsteiger ist die Frage nach einem tollen Suchgebiet am Anfang ein wichtiger und nervenaufreibender Punkt. Mit unserem Bericht haben wir für euch mal die wichtigsten Suchgebiete zusammengetragen und hier und da plaudern wir etwas aus dem Nähkästchen …

I. Äcker

Zweifellos das Lieblings-Suchgebiet der meisten Sondengänger. Auf einem Acker auf dem frisch geerntet wurde und auf dem keine Frucht wächst kann man nach Herzenslust suchen, graben und wühlen. Auf Äckern kann man theoretisch und praktisch alles finden – von der Münze über den Fingerhut bis hin zur Kanonenkugel. Fundreiche Äcker befinden sich erfahrungsgemäß nah um die Ortsmitte alter Orte ( oft war früher die alte Kirche die Ortsmitte ! ). Wichtig bei der Schatzsuche auf Äckern sind gute Gummistiefel und natürlich eine zuvor eingeholte Sucherlaubnis.

II. Spielplätze, Liegewiesen & Parks

Manchmal staut man wie viel Kleingeld spielende Kinder in den Hosentaschen haben – oder besser gesagt ” hatten ” ! Es gibt Spielplätze, welche eigentlich keine Spielplätze, sondern regelrechte Sparschweine sind. Es gibt jungfräuliche Spielplätze mit denen man in wenigen Suchtagen so machen Metalldetektor auf einen Streich refinanzieren kann. Die Suche auf einem Spielplatz kann sich also lohnen – es sei denn ein Schatzsucher-Kollege war schon da.

Auch so manche Liegewiese am Badesee oder im Freibad ist gespickt mit Unmengen von DM-Münzen und Euromünzen. Als Bonus gibt´s obendrauf ab und zu einen Silberring, einen Ohrring oder auch mal einen Goldring. Die Fundwahrscheinlichkeit ist auf Liegewiesen naturgemäß sehr hoch !

Alte Parks sind ein wunderbares und besonders spannendes Suchrevier. In alten Parks, in welchen vor 100 Jahren die Menschen noch ” lustgewandelt ” sind, ging über die vielen Jahrzehnte so ziemlich alles verloren – von der alten Silbermünze bis hin zur Taschenuhr aus Gold. Aber auch alte und heute besonders begehrte Kronkorken wurden beim Picknick im Park verloren – für so manchen Sammler sind gerade diese alten Kronkorken heutzutage begehrte Sammlerobjekte. Gerade in Parks ist es besonders wichtig seine Grabungslöcher sehr sorgfältig und gewissenhaft wieder zu verschliessen – für den Besitzer oder die Gemeinde gibt es nichts schlimmeres als eine ruinierte Wiese.

III. Alte Mühlen

Nicht umsonst sagt man, dass die Müller früher die wohlhabendsten Leute im Dorf waren, denn jeder Bauer brauchte den Müller und natürlich seine Mühle. Es gibt Geschichten, nach denen einige Müller in der nahen Umgebung der Mühle sogenannte Erdtresore angelegt haben um ihr Bargeld bzw. ihre Münzen in Sicherheit zu bringen ( wir haben zwar noch von keinem bestätigten Fund gehört, erwähnt sei es an dieser Stelle trotzdem ). Um alte Mühlen war über die Jahrhunderte viel los und entsprechend viel wurde auch von den Menschen verloren. Es kann sich also durchaus lohnen mal bei alten Mühlen in der Umgebung vorbeizuschauen – Metalldetektor nicht vergessen !

IV. Alte und alleinstehende Bäume

So mancher Reisender hat über die Jahrhunderte an alleinstehenden, alten Bäumen ein Päuschen gemacht um sich im Schatten des Baumes auszuruhen. Man darf auch nicht vergessen, dass markante und alleinstehende Bäume früher wichtige Wegepunkte und Markierungen auf alten Reiserouten waren. Es kann sich durchaus lohnen an einem alten Baum einen Zwischenstopp einzulegen. Wer sich über alte Bäume informieren möchte der wird hier fündig. Bitte daran denken, dass alte Bäume Naturdenkmäler sein können und hier das Sondeln eigentlich tabu sein sollte ( bitte vorher informieren ).

V. Alte Hohlwege & alte Straßen

Alleine in meiner Umgebung gibt es unzählige Hohlwege, welche noch vor 100 Jahren intensiv genutzt wurden und heute verfallen und nahezu vergessen sind. Was einst eine wichtige Strassenverbindung und ein wichtiger Handelsweg war liegt heute meist vergessen im Wald. Ein Hohlweg wurde durch die damalige intensive Nutzung als Strasse und durch Regen auf der anderen Seite im laufe der Zeit zum Hohlweg gemacht. Man muss sich bei alten Strassen und Hohlwegen bewusst machen, dass diese teilweise über viele Jahrhunderte genutzt wurden. Alte Römerstrassen wurden nicht selten von den späteren Generationen als praktische Reiseroute übernommen und in unserer heutigen Zeit läuft genau darauf oder daneben eine Land- oder Bundesstrasse. Je nachdem wie alt der Hohlweg oder die alte Strasse ist, kann man neben der alten Strasse und auf der Anhöhe des Hohlweges tolle Funde aus unterschiedlichen Epochen machen.

VI. Schlachtfelder

Leider gibt es unzählige Schlachtfelder in Deutschland. Auf so manchem Schlachtfeld haben nicht nur zahllose Soldaten ihr Leben, sondern auch Teile ihrer Uniform ( z.B. Knöpfe ) oder sogar ihr Kleingeld verloren. Wen die Suche auf Schlachtfeldern interessiert, der wird hier sicher fündig. Auf Schlachtfeldern gilt jedoch eine erhöhte Wachsamkeit. Je nach Alter des Schlachtfelds sollte man bedacht Sondeln und natürlich sollte man stets vorsichtig graben. Es gibt Geschichten, dass Soldaten vor einer großen Schlacht ihr Hab und Gut noch schnell im Boden vergraben haben sollen um es dann später wieder zu bergen. Es liegt in der Natur der Sache, dass dieser Plan vermutlich nur selten funktioniert haben dürfte.

VII. Quellen

Quellen wurden besonders in der Antike ( z.B. von den Kelten ) als besondere Orte verehrt und nicht selten wurden an Quellen von unseren Vorfahren Opfer gebracht. Aber auch in den Jahrhunderten danach war so manche Quelle mehr oder weniger stark frequentiert – ob für Rituale oder einfach nur als Wasserlieferant. Logisch, dass so manch´ einer bei dieser Gelegenheit etwas verloren hat.

VII. Furten & Brücken

Woher kommt wohl der alte Brauch eine Münze – verbunden mit einem Wunsch – in ein Gewässer oder einen Fluss zu werfen ? Genau, von den alten Römern ! Die alten Römer waren sehr abergläubisch und aus diesem Grund ging bei so mancher Brückenüberquerung und an so manchem See eine Münze baden. Besonders an Furten hat man in späteren Jahrhunderten gerne eine Pause gemacht. Es gibt Sondengeher, welche sich mit ihrem Metalldetektor regelrecht auf Brücken und Furten spezialisiert haben und an diesen Orten tolle Funde machen. Wer sich an alten Furten und unter alten Brücken mit einem wasserdichten Metalldetektor in die Fluten wagt der kann durchaus wunderbare Funde machen.

VIII. Wegekreuze

Wegekreuze oder auch Flurkreuze sind meist sehr alt und stehen in den meisten Fällen seit vielen, vielen Jahrzehnten an derselben Stelle. Wegekreuze findet man meistens an früher – oder auch noch heute – stark frequentierten Wegen und Strassen. Es gibt Geschichten und Gerüchte, nach welchen Wegekeuze für Bauern damals beliebte markante Stellen waren um einen Erdtresor anzulegen ( z.B. ein Erdtresor in einer Milchkanne | Geschichte stammte vom Schatzsucher Reinhold Ostler ). Es könnte sich also durchaus lohnen an alten Wegekreuzen einen Stopp einzulegen. Bitte darauf achten, dass ein Flurkreuz durchaus ein geschütztes Denkmal sein kann – bitte also vorher informieren.

 

Habt ihr noch Ideen ? Konstruktive Kommentare sind willkommen !