Wie funktioniert ein Metalldetektor eigentlich ?!

Gute Frage: Wie funktioniert ein Metalldetektor eigentlich ?!

Die ersten Erfindungen, welche heute noch die Basis und die technische Grundlage für die heutigen Metalldetektoren und die heutige Metalldetektoren – Technik sind, reichen bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts zurück. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Graham Bell ( ja, der Erfinder des Telefons ! ) versuchte mit einem relativ einfachen Metalldetektor in der Brust von Präsident James Garfield eine Kugel eines Attentats aufzuspüren ?! Naja, leider scheiterte die Aktion wohl aufgrund der metallischen Bettfedern in Präsident Garfield´s Bett und er verstarb wenig später an der Schusswunde. Aber Graham Bell hatte damals schon die richtige Idee was man mit Metalldetektoren so alles machen konnte.

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Richtig in Fahrt kam die Entwicklung der Metalldetektoren – Technik jedoch erst in den 1930´ern. Der Techniker ” Gerhard Fischer ” ( kommt euch der Name ” Fisher ” irgendwie bekannt vor ?! ) entdeckte, dass man einfache Radiowellen mit erzhaltigem Gestein stören konnte. Im Umkehrschluss war es für Fischer also logisch, dass man mit Radiowellen auch gezielt Metalle orten konnte. Das war natürlich eine wichtige Erkenntnis sowie Grundlage und Ansporn für viele andere Erfinder und Entwickler wie z.B. ” Charles Garrett ” ( kommt euch auch dieser Name bekannt vor !? ). Charles Garrett machte in den 1950´ern und in den 1960´ern die Metalldetektoren mit seinen Ideen und Erfindungen kleiner und vor allem leichter indem er die Technik ständig verbesserte aber auch leichtere Akku´s für die Detektoren entwickelte. Hier seht ihr die ersten Modelle von Charles Garrett.

Ein weiterer und sehr großer Sprung machte die technische Entwicklung mit der Erfindung des Induktions-Balance-Systems. Einfach ausgedrückt wurden bei diesem System zwei identische Spulen elektrisch ausgeglichen. Brachte man also Metalle in dieses ausgeglichene Feld dann wurde dieses Feld gestört. Wie gesagt, bestand das Induktions-Balance-System aus zwei identischen Spulen, welche einfach ” übereinander ” gelegt wurden.

In den 1970´ern entwickelte die Firma Compass Electronics ( hier könnt ihr die ersten Metalldetektor – Modelle von Compass durchstöbern ) dann die heutzutage gebräuchlichste Doppel – D- Suchspule. Bei der Doppel – D – Spule werden zwei identische Spulen ( meist in eine ” D – Form ” gebracht ) in einem gegensätzlichen Kreis angeordnet.

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Heutige Metalldetektoren bestehen grundsätzlich und hauptsächlich aus einer Elektronikeinheit bzw. einem Prozessor und einer niedrigfrequenten und mit Wechselstrom durchflossenen Suchspule, welche ein elektromagnetisches Magnetfeld aufbaut. Wird dieses Magnetfeld durch einen metallischen Gegenstand gestört, dann löst die Elektronikeinheit ein akustisches und/oder optisches Signal aus. Zusätzlich sind die Prozessoren moderner Metalldetektoren in der Lage beispielsweise die ungefähre Tiefe des georteten Metalls zu berechnen oder der Prozessor berechnet die wahrscheinliche Metallart. Die berechneten Angaben zum georteten Metall werden bei hochwertigen Metalldetektoren meist zusätzlich auf einem grafischen Display angezeigt.

Die Mehrzahl der heute gebräuchlichsten Metalldetektoren arbeitet mit dem niedrigfrequenten ” VLF-TR – Prinzip ” ( Very Low Frequency Transmitting Receiving ) im Frequenzbereich von etwa 5 kHz bis 30 kHz. VLF-TR – Metalldetektoren senden ein kontinuierliches bzw. permanentes Magnetfeld in den Boden. Wird das Magnetfeld von einem metallischen Gegenstand gestört, berechnet der Prozessor Informationen zum entsprechenden Gegenstand und gibt ein Signal aus.

Die Prozessoren moderner VLF-TR – Metalldetektoren bieten zusätzlich die Möglichkeit ungewollte Metalle wie z.B. Eisen auszufiltern bzw. zu diskriminieren. Bei der Diskrimination registriert der Detektor das entsprechende Metall zwar, blendet dieses jedoch entsprechend den Vorgaben des Sondengängers aus und gibt für dieses ungewollte Metall entweder kein Signal oder ein spezielles Hinweissignal ( z.B. besonders leiser und dunkler Ton ) aus.